Die Stadtschulpflegschaft Paderborn sieht die Entwicklung der letzten Jahre in Bezug auf die Verkehrssituation zu Abhol- und Bringzeiten mit Sorge. Obschon die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen nach wie vor zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmittel den Schulweg bestreiten, nimmt die Anzahl derer, die mit dem Elterntaxi gefahren werden scheinbar kontinuierlich zu.

Dies führt sowohl an Grundschulen aber auch an den weiterführenden Schulen zu einer hohen Verkehrsbelastung und teilweise gefährlichen Situationen für alle Beteiligten, insbesondere aber für die Kinder. Aber auch unter dem Gesichtspunkt der aktuellen Diskussion zum Klimawandel und der berechtigten Anliegen der Schülerinnen und Schüler dahingehend (Fridays for Future), kann aus unserer Sicht die Zunahme des Individualverkehrs für den Schulweg keine Lösung sein.
Auch wenn wir verstehen, dass sich in Einzelfällen ein Verzicht auf einen persönlichen PKW Bring- und Abholservice schwierig gestaltet, appellieren wir an die Vorbildfunktion der Eltern.

Wir wünschen uns daher Konzepte, welche die Förderung der eigenständigen Bewältigung des Schulwegs durch die Schülerinnen und Schüler ermöglicht.

In diesem Zusammenhang muss aber auch individuell die Situationen der einzelnen Schulen betrachtet werden, da ungünstige oder gefährliche Verkehrssituationen nicht ausschließlich durch Elterntaxis hervorgerufen werden.

Unter anderem möchten wir anregen, über eine weitere Bezuschussung des ÖPNVs für Schülerinnen und Schüler durch die Stadt Paderborn nachzudenken. Wir glauben, dass kostengünstigere oder sogar kostenlose ÖPNV-Nutzung die Verkehrsbelastung insgesamt nachhaltig reduzieren kann.